Silicon Savannah – viel mehr als eine Learning Journey

Silicon Savannah – viel mehr als eine Learning Journey

Ich liebe es zu lernen, bin sehr neugierig und gehe gerne abseits der ausgetrampelten Pfade. Es war ein perfect match! Am 28. Jänner ist es in Silicon Savannah in Nairobi losgegangen. Mit 17 sehr unterschiedliche Menschen von FriedensstifterInnen zu Business Angels, von CEOs großer Industrieunternehmen bis zu selbständigen UnternehmernsberaterInnen aus Österreich, Deutschland, Frankreich tauchte ich 4 Tage lang tief in das Business Leben und den Alltag von Kenia ein.

Was habe ich gelernt?

Du brauchst eine große Vision, eine kreative Idee und viel Mut und Selbstbewusstsein.
Kenia hatte einen Traum. Es wollte sich von USA/Europa und Co emanzipieren und seinen eigenen Weg in die digitale Zukunft gehen. Und daher haben sie Anfang der 2000er Jahre ihr eigenes Unterseekabel als Anschluß ans weltweite Internet verlegt, einen Schwerpunkt im Bildungswesen auf Innovation und Digitalisierung gesetzt und mit M-Pesa eine Schlüsseltechnologie für mobiles Zahlen entwickelt. Heute ist Silicon Savannah ein Hotspot für Digitalisierung und ein leuchtendes Beispiel für das kreative Potential, das auf diesem Kontinent schlummert.

Du hast ein Problem und Design Thinking hilft.
Und Probleme gibt es ein Kenia mehr als genug. Kleine, wie zum Beispiel wie vertreibe ich die Elefanten aus meinem Garten (Lösung: mit einem Bewegungsmelder der Chili Spray auslöst) über mittelgroße: Was tue ich als Arzt, wenn ich keinen Zugang zu einfachsten medizinischen Diagnosemethoden (Blut, Harn, EEG) oder Standard Behandlungen (Bluttransfusionen, Dialyse) habe. Bis hin zu den ganz großen Problemen, etwa wie schaffe ich Infrastruktur und Zugang zu Bildung und Arbeit für eine Bevölkerung, die sich in den letzten 50 Jahren auf ca. 50 Mio verfünffacht hat. Und all das wird konsequent entlang des Design Thinking Prozesses gedacht und gemacht.

Du brauchst Menschen, die tun.
Was mich am meisten beeindruckt hat, sind diese vielen, kreativen MacherInnen, die weniger reden, sondern einfach machen.
Die junge Designerin, die maßgeschneiderte Brautkleider und Hochzeitsaccesoires “Made in Kenia” designt und produziert. Die vielen FabLabs (zB. Gear Box) und Innovation Hubs (C4D, IHub, Nairobi Garage), wo auf Teufel komm raus innoviert und geprototypt wird.
Und mein persönliches Highlight, Petra Allmendinger, die vor 30 Jahren als Entwicklungshelferin für geplante 2 Jahre nach Kenia gekommen ist und heute immer noch da ist. Sie hat eine wunderbare Safari Lodge gebaut, sie betreibt und finanziert aus ihrer eigenen Tasche ein Waisenhaus und als jüngstes Projekt hat sie eine Manufaktur für Teppiche, Pölster und Decken gegründet, wo kenianische Frauen und Männer in Handarbeit wunderbare Sachen produzieren. Es ist kein big business und auch kein digitales Start Up, aber sie schafft seit vielen Jahren einen Rahmen, wo Menschen in Würde und selbstbestimmt ihr eigenes Geld verdienen und so ihre Zukunft und die ihrer Kinder gestalten können.

Hast Du Lust auf eine Learning Journey nach Silicon Savannah bekommen? Im Februar 2020 findet die nächste statt. Mehr Infos findest Du hier!