Innovation braucht Mut zur Öffnung

Innovation braucht Mut zur Öffnung

Innovation, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle – das Neue ist in aller Munde. Noch nie war die Geschwindigkeit der Veränderung in der Wirtschaft so groß. Und damit auch der Druck, nicht in der Schockstarre zu verharren, sondern mutig nach vorne zu gehen. Und trotzdem gelten die Grundprinzipien weiter: Finde Bedürfnisse und erfülle sie!

Es muss also etwas Neues her – das Geschäft soll besser laufen, alles soll digitaler werden, die große Idee für das ganz neue Produkt wird gesucht. Vorbilder für Mut gäbe es genug: von den ersten Flugversuchen der Gebrüder Wright bis zu den Innovatoren der Gegenwart wie Steve Jobs. Die reichen nicht, um sofort loszugehen und sich in neue Abenteuer zu stürzen? Dann gibt es gute Nachrichten: Wer keine Angst kennt, kann gar nicht mutig sein. Und auch die Reise zur Innovation beginnt mit dem ersten Schritt. Selbst bei den Kreativsten gäbe es ohne Inspiration keine Innovation. Deshalb liegt schon da der Schlüssel zum Erfolg.

Zuallererst braucht es Mut, sich mit Menschen und deren Bedürfnissen auseinandersetzen. Denn wir leben oft in der eigenen Informationsblase, bewegen uns in eingefahrenen Mustern und haben gar keine Zeit, mit allen schnelllebigen Entwicklungen mitzuhalten (glauben wir jedenfalls). Aber ohne Impulse kann es keine Veränderung geben. Die Liste der Unternehmen, die es verschlafen haben, auf Änderungen der Kundenwünsche zu reagieren ist lang (Kodak, Nokia, …). Erfolgreiche und innovative Unternehmen dagegen haben das Ohr am Kunden. Und holen sich einfach aktiv die Impulse!

Der erste Schritt ist manchmal der schwierigste. Aber jeder, der es einmal probiert hat, merkt bald, dass es riesige Lernchancen bringt. Egal ob man mit Kunden Interviews führt, Kundenkonferenzen abhält oder gemeinsam an Lösungen arbeitet: die Erkenntnisse sind so wertvoll, dass sie immer neue Energien entfachen. Man muss nur die Schwelle überwinden, Gespräche zu führen und einfach zuzuhören. Feedback einmal annehmen und sich nicht gleich rechtfertigen. Genau hinhören und Wünsche entdecken, die man im Business-Alltag eben nicht auf den Silbertablett serviert bekommt, sondern für die man sich Zeit und Offenheit nehmen muss.

Der Trick ist, interessiert wie ein Forscher hinaus zu gehen, zu beobachten und zu fragen: was beschäftigt meine Kunden, welches Ziel wollen sie mit meiner Hilfe eigentlich erreichen? Wie ticken sie als Menschen? Gibt es unerfüllte Bedürfnisse? Was würde ihr Leben einfacher machen? Was würde ihr Business erfolgreicher machen?

Wer das in der Tiefe verstanden hat, kann sich dann selbst fragen: Könnte ich nicht noch mehr für sie leisten, indem ich neue Produkte und noch mehr Services rundherum biete? Kann ich ihre Fragen anders lösen oder neue Lösungen aus der digitalen Welt in mein Angebot aufnehmen? Die Lösungsfindung ist dann gar nicht mehr so schwer. Um einmal den Druck zu nehmen: die erfolgreichsten Unternehmen waren oft nicht die ersten Erfinder einer Technologie, sondern jene, die sie am besten für Kunden nutzbar gemacht haben. B2B hin, B2C her – am Ende ist jedes Geschäft H2H: Human to Human. Von Menschen für Menschen entwickelt.

Egal ob man selbst kreativ wird, mit Partnern oder Mitarbeitern Neues entwickelt oder sich bei den Besten etwas abschaut: das Erkennen des Bedürfnisses ist und bleibt der Grundstein, um Chancen zu nutzen. Und wer noch mehr Mut hat, traut sich auch seine Ideen mit Kunden zu teilen, Prototypen herzuzeigen, sich nochmals Feedback einzuholen und schon in der Entwicklungsphase zu lernen. Aber der Weg dorthin beginnt immer mit einer neuen Erkenntnis, einer Herausforderung, einem Problem das man lösen möchte. Und dafür den Schritt zu machen sich zu öffnen, sich selbst zu hinterfragen, wieder zuzuhören, aktiv Impulse zu holen: das erfordert oft den meisten Mut!